Logos & Logik

Eine mäeutische Annäherung
Autor: W. Redelius - Aug. 2026 - (E8)
Eine Hoffnung neuer Kultur
August Kopisch: Die Pontinischen Sümpfe
bei Sonnenuntergang, 1848 (PD)

Pontinische Sümpfe
Teil 2 – Toxische Sumpfgase

DAS GEWITTER DES LOGOS – ZUR METHODE

In der archaischen Welt Homers bedurfte es keiner getrennten Psychologie: Geist (Nous) und lebendiger Leib (Soma) bildeten ein unteilbares, leibhaftiges Ensemble des Daseins. Erst mit Heraklit kündigte sich das heranrollende Gewitter des Logos an, und Aristoteles nutzte die lichte Spalte dieses aufziehenden Geistesblitzes, um die Einheit in der Unterschiedenheit von Schau und Körper der begrifflichen Erkenntnis zu öffnen.

Als der Blitz einschlug, schien die Welt der reinen Philosophen zu verstummen: Das Unsagbare kleidete sich fortan in Gleichnisse. Im schwebenden Zwischenraum von Verstand und Vernunft – zwischen dem brennenden Dornbusch des ungebrochenen Willens und der dornigen Schmerzerfahrung enttäuschter Erkenntnis – machten Parabeln jenen unsichtbaren Impuls des Selbst sichtbar, an dem sich die falschen Propheten aller Zeiten brachen.

Was dieser Essay unternimmt, ist der denk-künstlerische Versuch, die verlorene Parallelität von Geist und Materie wieder erfahrbar zu machen. Ähnlich wie die Präraffaeliten in der Malerei hinter die akademische Erstarrung zurückgriffen, um die reine Leuchtkraft der frühen Schau auferstehen zu lassen, wagen wir hier den chiralen Brückenschlag: die biologische Anatomie des Zerfalls (im mikrobiologischen Sumpf des Körpers) als exaktes Spiegelbild des geistigen Bankrotts (in der Selbstbelügung des Denkens) zu entziffern.

Es ist ein doppelter Falsifikationsprozess: die schmerzhafte Unterlassung des falschen Wollens im Handeln und die Reinigung des Denkens von seinen eigenen Trugbildern. Wo beides ineinandergreift, wird der Blick frei auf das, was der Logos im Innersten meint: die schöpferische Stille im Dazwischen.

PONTINISCHE SUMPFGASE

Die Geschichte der pontinischen Sümpfe ist der fortwährende Versuch, das toxische Sumpfmilieu zu fruchtbarem Kulturland zu erheben – oder umgekehrt, den bebauten Boden in eine lebensfeindliche Kloake zurücksinken zu lassen. Die pontinischen Sümpfe versinnbildlichen den zur Klärung strebenden Geist auf der einen und den anaeroben Zerfall der Materie auf der anderen Seite.

Anaerobe Zersetzungsprozesse verändern das Milieu überall dort radikal, wo dem System der Sauerstoff entzogen wird: im schlammigen Sumpfboden, in stehenden Abwasserleitungen und im fehlbesiedelten Dünndarm.

Am Geruchsverschluss (Siphon) der sanitären Anlagen berühren sich zwei Kanalsysteme: der körpereigene Darmkanal (Lumen) und der zivilisatorische Abwasserkanal. Beide Systeme teilen dieselbe anaerobe Biochemie und dieselbe latente Bedrohung: Sobald die Belüftung abreißt, schlägt die Fäulnis zurück in den Raum.

PONTINISCHE FÜHRER-SÜMPFE

Nicht nur Cäsar hatte eine Affinität zur Beseitigung lebensfeindlicher anaerober Umgebung. Auch andere, ihm nacheifernde Möchtegern-Cäsaren, kämpften mit anaeroben Verhältnissen und genossen die damit einhergehenden Heilswünsche, die ihnen am Zenit ihrer tödlichen Anmaßung überbracht wurden: „Ave Imperator, morituri te salutant“ – ‚Heil dir Imperator, die Todgeweihten grüßen dich‘.  Bild

Ein in allen Versuchen beruflicher Betätigung krachend gescheiterter „Avanti!“-Redakteur und ein bereits vorberuflich obdachlos in einem Männerwohnheim gestrandeter Ansichtskartenmaler deuteten ihr fortwährendes Scheitern als Berufung zu Höherem, einer vernichtenden Karriere der Führerschaft des tödlichen Versagens.

1930 begann Mussolini propagandistisch mit der Trockenlegung der Pontinischen Ebene, in der Absicht einer gigantischen Lebensraum erweiternden Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Das Projekt wurde 1940 abgeschlossen. Bild

Im Spätsommer 1943 ließ der zum Führer aufgeblasene Ansichtskartenmaler die Pontinische Ebene wieder fluten. Im Hinblick auf propagandistische ABM-Maßnahmen war er im Unterschied zum ‚Avanti!-Duce‘  Info eher auf den Bau von Autobahnen fokussiert. Die Flutung galt dem Erhalt der letzten zerfallenden Ruinen seines aufgeblähten imperialen Machtanspruches durch den Versuch einer Versumpfung des feindlichen Vormarsches der Westkräfte. Bild

Man könnte den Eindruck haben, dass dem Avanti!-Redakteur die pontinische Trockenlegung gelungen sei. Die Trockenlegung war jedoch nur ein relativ kurzes Intermezzo, denn der Ansichtskartenmaler kam alsbald mit seiner renaturierenden Nasslegung.
Eine unheilvolle Kollaboration der Paradoxie der Gegenläufigkeit (Kontrafaktizität) von Absichten: Der Eine wollte seine magenzersetzende Säure loswerden, der Andere seine innere Fäulnis verlagern. Biologismus ist eine Ideologie der Tat:

Das sind Erscheinungsformen der Selbstbefindlichkeit des Übelseins als externalisierte Absichten zur Verleugnung der Selbstbetroffenheit von eigener Unzulänglichkeit. Im antiken Griechenland personalisierte man diese Logik abgründiger Beweggründe im wirkmächtigen Bild des Diabolos (διάβολος – diábolos – Verleumder, Durcheinanderbringer):

Der fanatische Versuch einer „Heilung durch Reinheit“, von der man sich den eigenen toxisch-kranken Zerfall mit dem Mittel der Selbstbelügung durch externalisierte Schuldzuweisungen auf mephistophelisch-diabolische Weise von „lebensunwertem Leben“ zu befreien versprach.

Der „Geist der Negation“, die unverzichtbare Basis binärer kausaler Logik, wurde mit einer sich in Selbstgefühl wohlig suhlenden Faszination als Heiligspechung der Heilsversprechung eigener Selbstbelügung in Massenbekundungen als „Heil!“ ausgerufen:
Eine in Jubelchören herbeibeschworene Beweggründigkeit zur Macht eines das Übel der Übelkeit ausrottenden externalisierten Tatvollzuges, denn „alles, was entsteht, ist Wert, daß es zugrunde geht!“.

Sowohl der Metabolismus Mussolinis als auch der des Ansichtskartenmalers waren biologische Systeme in einem permanenten, hyperaziden und anaeroben Übersteuerungs-Modus. Ihre Ideologien waren ein auf die Außenwelt projizierter Kampf gegen den Zerfall des eigenen verätzten und anaerob ausgasenden biologischen Innenraums.

ANAMNESE DES AVANTI!-MUSSOLINIS

Die psychiatrische und internistische Fallgeschichte des Benito Mussolini liest sich wie das klinische Lehrbuchbeispiel einer somatopsychischen Entgleisung. Psychiatrisch als chronischer Hypomaniker klassifiziert, war sein politisches Wirken durch jenen rastlosen Tatendrang, Größenwahn und theatralischen Exhibitionismus getrieben, der das eigene Unvermögen durch permanente Überkompensation zu maskieren suchte.

Hinter der Pose des muskulösen Erntehelfers mit freiem Oberkörper und dem martialischen Gebrüll verbarg sich jedoch ein von panischen Angstzuständen, plötzlichen Weinkrämpfen und schwerer Depression heimgesuchter Torso. Das somatische Zentrum dieser Zerrüttung lag in seinem Gastrointestinaltrakt:

Mussolini scheiterte an derselben Paradoxie (der Kontrafaktizität von Absichten) wie die anderen faustischen Kolonisatoren:
Er konnte die Sümpfe im Außenraum zwar für ein Jahrzehnt mit Zwangsarbeit und Schaufeln bändigen, doch die mikrobielle Fäulnis im eigenen Darm ließ sich nicht entwässern. Als die Wehrmacht 1944 die Pumpen sprengte und das Meerwasser zurückholte, vollzog sich im Territorium lediglich das, was in Mussolinis verätztem Duodenum längst vollendete Tatsache war: der unaufhaltsame Sieg des anoxischen Morastes.

ANAMNESE DES HITLERS

Während der Duce an der Hyperazidität seines Magens litt, offenbart die klinische Rekonstruktion des Ansichtskartenmalers den Totalausfall des nachgelagerten Darmsystems. Seine pathologische Struktur war die eines schizoid-hysterischen Charakters mit zwanghaft-paranoiden Wahnideen:
Bereits die angebliche Kriegs-Erblindung durch Senfgas im Oktober 1918 trug alle Züge einer dissoziativen Konversionsneurose – eine hysterische Flucht in die Erblindung vor dem Trauma des militärischen Zusammenbruchs, die erst wich, als er seine narzisstische Erwählung halluzinierte.

Das somatische Triebwerk seiner Destruktivität lag jedoch in einem chronisch entgleisten, anaerob fehlbesiedelten Dünndarm (SIBO – Small Intestinal Bacterial Overgrowth):

KUNST UND VERSTAND DES HITLERS

Hier schließt sich der Kreis zur Kognition: Das Gehirn des Ansichtskartenmalers war aus metabolischer Unterversorgung nicht mehr in der Lage zu freier, lebendiger Begriffsbildung (Nous).

Seine Malerei erschöpfte sich im pedantischen, seelenlosen ‚Abpausen‘ von Fassaden ohne Horizont, ohne Aussage und ohne jeglichen künstlerischen Bezug; die Monumentalarchitektur Albert Speers simulierte eine für ihn als evident empfundene Bedeutung durch bloßes, gigantomanisches Aufblähen von Leere.
Das Erfassen von Bedeutungen erschöpfte sich in der idealistischen Aufblähung der Nichtigkeit, des pseudokünstlerischen (national)sozialistischen Realismus zur epischen Überhöhung von Idolen der Selbstidealisierung. Das in Ideologie umgeleitete Unvermögen wird zur kognitiven Dissonanzauflösung in repräsentativer Heldenpose zur Schau gestellt.

„Ich wollte Maler werden und um keine Macht der Welt Beamter. (S. 15)
[…]
Meine Fähigkeit war ausserordentlich weiter entwickelt worden, so dass meine eigene Zufriedenheit mich stolz und glücklich das Beste hoffen ließ. (S. 18)
[…]
Ich war vom Erfolg so überzeugt, dass die mir verkündete Ablehnung [der Kunstakademie] mich wie ein jäher Schlag aus heiterem Himmel traf. (S. 19)
[…]
Ich habe zu dem, was ich mir so einst schuf, nur weniges hinzulernen müssen, zu ändern brauchte ich nichts. (S. 21)  1.

Zu imaginierende Bedeutungen, die von Künstlern und Autoren in Werken eingebracht werden und im Geiste der Betrachter als Bedeutungsgehalt von Bildern, Skulpturen und Kontexten auferstehen – also reproduziert werden müssen, wurden vom Ansichtskartenmaler als „entartete Kunst“ verfemt.
In ikonophober (Angst vor Bildern), wütend strampelnder Abwehr der Selbstbetroffenheit seiner somatisch induzierten mentalen Hilflosigkeit, begann der Ansichtsmaler als Gröfaz („größter Feldherr aller Zeiten“) seinen ersten rachsüchtigen Blitzkrieg:

Dem Bildersturm auf alles, was er aufgrund des metabolischen Mangels seiner mentalen Unterernährung (Soma des Gehirns) nicht erfassen konnte und aufgrund kontinuierlicher Übersättigung durch den Mangel seiner geistiger Aufnahmekapazität in Selbstbelügung nicht erfassen wollte (‚Erkenntnisübelkeit‘).

VERHALTEN DES GRÖFAZ-HITLERS

Die retrospektiven Ferndiagnosen zahlloser Psychologen und Psychiater, die den Diktator nie persönlich untersucht haben, verstoßen eklatant gegen die elementarsten Grundsätze medizinischer Ethik (die im Fachbereich als „Goldwater-Regel“ bekannte Pflicht, ohne persönliche Untersuchung keine Ferndiagnosen zu stellen). Sie dienen meist nur dazu, die existenzielle Schuld durch das Feigenblatt einer Pathologie zu bemänteln.

Die einzige psychiatrisch relevante Beurteilung, die auf einer persönlichen Begegnung beruht, stammt von dem Gefängnispsychologen Alois Maria Ott, der Hitler im November 1924 nach dem gescheiterten Putsch in der Festung Landsberg untersuchte. Ott – ein gläubiger Katholik – begegnete dem Gefangenen unvoreingenommen und hielt fest, was er sah: ein „Häuflein Elend“, das zwischen stummem Trotz, hysterischem Schaum vor dem Mund und theatralischen Suiziddrohungen schwankte.

Aus dieser klinischen Begegnung schälte sich Otts Befund des „hysterischen und pathologischen Psychopathen“ heraus. Phänomenologisch lassen sich darin jene Muster ablesen, die im modernen Diagnoseschlüssel (ICD-10) als dissoziale Persönlichkeitsstörung (F60.2), histrionische Selbstinszenierung (F60.4) und dissoziativer Stupor (F44) geführt werden: das Fehlen jeder Nächstenliebe bei gleichzeitiger Besessenheit von der eigenen Mission.

Auf der somatischen Ebene spiegelte sich der geistige Bankrott in zwei Symptomen wider:

SEMANTIK DES FLATULENZ-HITLERS

Seine Sprache in „Mein Kampf“ entlarvt den totalen Zwang: Unfähig zur dialektischen Reflexion, existierte für ihn nur die rigorose Schablone des Entweder-Oder, des Ausmerzens und Tilgens. Die Welt war für ihn kein Ort des Werdens, sondern eine kloakale Bedrohung aus „Maden, Schlangen und Unrat“, auf die er seine eigene, im Bauchraum tobende Fäulnis projizierte.

„Wien, die Stadt, die so vielen als Inbegriff harmloser Fröhlichkeit gilt, als festlicher Raum vergnügter Menschen, ist für mich leider nur die lebendige Erinnerung an die traurigste Zeit meines Lebens. (S. 20)
[…]
Auch heute noch kann diese Stadt nur trübe Gedanken in mir erwecken. Fünf Jahre Elend und Jammer sind im Namen dieser Phäakenstadt für mich enthalten. (S. 20)
[…]
Kaum in einer Stadt war die soziale Frage besser zu studieren als in Wien. Aber man täusche sich nicht. Dieses »Studieren« kann nicht von oben herab geschehen. Wer nicht selber in den Klammern dieser würgenden Natter sich befindet, lernt ihre Giftzähne niemals kennen. (S. 19)  Info
[…]
Wie musste und wie muss dies einst werden, wenn aus diesen Elendshöhlen der Strom losgelassener Sklaven über die andere, so gedankenlose Mitwelt sich erschließt. (S. 28)  1.

Die Annahme, dass der Ansichtskartenmaler sich mit Homers Odyssee eingehend befasst hat und denkend sinnvolle Bezüge der Geschichte des Odysseus auf der Insel der Phäaker herzustellen vermochte, ist nicht realistisch. Dennoch besteht ein koinzidenter Bedeutungszusammenhang im Hinblick auf die – in der Einleitung erwähnte – harmonische Einheit von Geist (Nous) und Körper (Soma):

Die Phäaker in Homers Odyssee:

„Weh mir! zu welchem Volke bin ich nun wieder gekommen? Sind's unbändige Frevler, Wilde, ohne Gesetze? Oder gastliche Menschen und gottesfürchtigen Sinnes?“
(Homer, „Odyssee“, 6. Gesang)

Die Insel der Phäaken (Scheria) verkörpert in der homerischen Welt jenen paradiesischen Zwischenraum, in dem Geist (Nous) und leiblicher Vollzug (Soma) in organischer Harmonie ruhen: Schifffahrt, Feste, Gesang und gastfreundliche Heiterkeit ohne Zwang und ohne krampfhafte Zwecksetzung. Odysseus findet hier Zuflucht und Heilung von den Traumata seiner Irrfahrten.
Wenn der Ansichtskartenmaler Wien verächtlich als „Phäakenstadt“ brandmarkt, entlarvt er unwillkürlich seinen eigenen Abgrund: Wer innerlich von Fäulnisgasen, Neid und somatischer Ohnmacht zerfressen ist, erträgt das heitere, absichtslose Dasein nicht. Die unveräußerliche Leichtigkeit des Lebens wird von der verbitterten Fratze des Ressentiments zum faulen Sumpf deklariert, den es mit Gewalt auszutrocknen gilt.

Der im Männerwohnheim gestrandete Ansichtskartenmaler, geplagt von peinigenden Blähungen und gastrokardialen Anfällen, fasste einen Entschluss. Er deklarierte seine Defizite zum Sondervermögen und sein Unvermögen zur Berufung um:

„Ich suchte nur nach Arbeit, um nicht zu verhungern. Es war schon von Anfang an nicht sehr erfreulich. (S. 45)
[…]
Meine Kleidung war noch etwas in Ordnung, meine Sprache gepflegt und mein Wesen zurückhaltend. (S. 40)
[…]
Am Ende siegt ewig nur die Sucht der Selbsterhaltung. Unter ihr schmilzt die sogenannte Humanität als Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eingebildetem Besserwissen. (S. 148)
[…]
Die nächsten Tage kamen und mit ihnen die entsetzlichste Gewissheit meines Lebens. Immer drückender wurden nun die Gerüchte. Was ich für eine lokale Sache gehalten hatte, sollte eine allgemeine Revolution sein. (S. 222)
[…]
Da hielt ich es nicht mehr aus. – Seit dem Tage, da ich am Grabe meiner Mutter gestanden, hatte ich nicht mehr geweint. (S. 223)
[…]
Ich aber beschloss Politiker zu werden. (S. 225)  1.

OKKULTES BLUT DES ARIOSOPHIE-HITLERS

„Als Farbe wurde grundsätzlich rot gewählt, sie ist die aufpeitschenste und musste unsere Gegner am meisten empören und uns ihnen dadurch so oder so zu Kenntnis und in Erinnerung bringen.“ (S. 402)  1.

Okkulte Kompensation im Wiener Männerheim:
Das geistige Vakuum des an den Kunstakademien abgewiesenen Ansichtskartenmalers füllte sich im Wiener Subproletariat nicht mit fundierter Geisteswissenschaft, sondern mit den obskuren Versatzstücken der zeitgenössischen Ariosophie. Über völkische Groschenhefte – vor allem die von Jörg Lanz von Liebenfels herausgegebenen „Ostara“-Hefte und die Schriften Guido von Lists – sog er die verwässerten, rassistisch pervertierten Fragmente aus Helena Petrovna Blavatskys Theosophie auf.  Info

Aus dieser simulierten Tiefgründigkeit spukhafter Assoziationen zimmerte sich der künftige Diktator seine Ersatzmetaphysik: Blavatskys theosophische Spekulationen über kosmische „Wurzelrassen“ und altindisch-persische Mythen wurden mit der imperialen Symbolik der umgedrehten Swastika (des gespiegelten Sonnenrades) zum Glaubensbekenntnis eines Auserwählungswahns kurzgeschlossen und in einem Dunning-Kruger-Kollaps  Info seines autodidaktischen Sich-selbst-Erträumens zur banalen Schablone veräußerlicht:

Der Gröfaz las diese Schundhefte nicht, um zu lernen – denn er war sich ja bereits sicher, nichts mehr hinzulernen zu müssen –, sondern um seiner eigenen, im Bauchraum gärenden Fäulnis das ideologische Ornat einer Welterlösungsmission überzustreifen.

AUSBRUCH DES MIKROBIOLOGISCHEN SUMPFES

Die Ohnmacht seiner hysterischen, in Weinerlichkeit kollabierenden Wutanfälle und das Fehlen eigener schöpferischer Potentia verlangten nach einer radikalen Entlastung. Was im dysbiotischen Darm als fauliges Gasgemisch aus Methan und Schwefelwasserstoff den Körper quälte, wurde durch den Mechanismus der Projektion zur weltgeschichtlichen Bedrohung umgedeutet.

Er erklärte seinem nach außen geworfenen metabolischen Morast den totalen Krieg. Das biologische Unbehagen an der eigenen Zersetzung gerann zur rassistischen Wahnidee: Der „Volkskörper“ erschien als ein von Parasiten, Bazillen und Schädlingen durchseuchtes Gebilde, das der unerbittlichen Ausgasung und Bereinigung bedurfte. In dieser pathologischen Selbst-Inauguration überwand er seinen existentiellen Defätismus (aussichtslose Niederlage) durch eine rigide Ideologie des Defäkismus (Ideoligisierung des Toilettengangs) – die Vergiftung des eigenen Innenraums wurde zur industriellen Vernichtung der Außenwelt ermächtigt.

„Das Wichtigste bleibt auch hier die Unterscheidung der Erreger von den durch sie hervorgerufenen Zuständen. Diese wird umso schwerer werden, je länger die Krankheitsstoffe im Volkskörper sich befinden und je mehr sie diesem schon zu einer selbstverständlichen Zugehörigkeit geworden waren. (S. 254)
[…]
parallel der politischen, sittlichen und moralischen Verseuchung des Volkskörpers lief schon seit vielen Jahren eine nicht minder entsetzliche gesundheitliche Verseuchung des Volkskörpers. (S. 269)
[…]
die rassenmäßige Vergiftung unseres Volkskörpers; (S. 432)  2.

DIE CHEMISCHE EVOLUTION DER VERNICHTUNG

Die Evolution der industriellen Tötungsmaschinerie folgte stringent den Pfaden der biochemischen Stoffwechselblockade. Sie begann nicht mit hochkondensierten Giften, sondern mit dem einfachsten Abgas unvollständiger Verbrennung: dem Kohlenstoffmonoxid (CO).

Von den Druckgasflaschen der „Aktion T4“ über die provisorischen Gaswagen in den Steppen des Ostens bis zu den stationären Schiffsdieseln der Vernichtungslager behinderter und psychisch kranker Menschen, wurde die Zerstörung zunächst mechanisch über den Auspuff vollzogen. Als die Massenerschießungen und der Anblick der Erstickenden die Schlächter psychisch zerrütteten, vollzog das bürokratische System jenen Schritt, den Hannah Arendt als die perverse Logik der Banalität des Bösen entlarvte: die Suche nach einer „humanen Methode des Tötens“ – human nicht für die Opfer, sondern zur seelischen Schonung der Täter.
Was den Tätern das Töten erleichterte, sollte auch den Lebensunwerten (Missgebildete, Behinderte und psychisch Kranke) zum Wohle gereichen: Euthanasie (altgr. εὐθανασία ‚euthanasía‘: schöner, angenehmer Tod).

Mit dem Insektizid Zyklon B (Cyanwasserstoff, HCN) erreichte die Entseuchungsmetaphorik ihre technokratische Vollendung. Die Blausäure verhielt sich im Makrokosmos der Lager exakt wie der Schwefelwasserstoff im mikrobiologischen Sumpf des kranken Darms: Beide Moleküle besetzen das Eisen-Zentrum der Cytochrom-c-Oxidase, bringen die Zellatmung augenblicklich zum Erliegen und verwandeln lebendige Organismen in anoxische Materie. Die Vernichtung vollzog sich im Gewand der hygienischen Schädlingsbekämpfung.

ÖKOLOGIE DES UNTERGANGES

Im Frühjahr 1945 vollzog sich im Berliner Tiefbunker die unausweichliche Rückkehr des Sumpfes in sein somatisches Ursprungszentrum. Vom Tageslicht und von jedem lebendigen Austausch abgeschnitten, kauerte das zitternde Wrack in der stickigen Betonröhre – umgeben von den Ausdünstungen des eigenen, durch Morells Injektionen endgültig ruinierten Metabolismus.

Die finale Handlung war der doppelte Kurzschluss von Nous und Soma:
Zuerst erprobte er die gelieferten Blausäure-Kapseln an seiner Hündin Blondi – die letzte zynische Geste eines Geistes, der selbst im Untergang das Funktionieren der Vernichtungsmethode kontrollieren musste.

Am 30. April 1945 schlug die Fuchsfalle endgültig zu:
Das Zerbeißen der Zyankalikapsel erstickte den Verdauungstrakt im anoxischen Gift, während die Pistolenkugel das Gehirn und seinen megalomanen Wahn (wahnhafte Selbstüberschätzung) mechanisch zertrümmerte.

In der unbewussten Vorwegnahme seines eigenen Schicksals hatte er einst selbst das Gesetz des parasitären Zerfalls formuliert:

„Das Ende aber ist nicht nur das Ende der Freiheit der vom Juden [vom Diktator!] unterdrückten Völker, sondern auch das Ende dieses Völkerparasiten selber. Nach dem Tode des Opfers stirbt auch der … Vampir.“ (S. 357)  1.

Der Schädlingswirt war verbrannt, die Fundamente lagen in Trümmern – und der Sumpf holte sich den Verursacher zurück.

WARUM VORBEI?

Wenn sich die Rauchschwaden über den Ruinen auflösen und die klirrenden Schaufeln der Lemuren die Gräber schließen, ertönt der trügerische Chor: „Es ist vorbei.“ Doch der Geist der Negation behält das letzte Wort:

MEPHISTO:
Vorbei! Ein dummes Wort,
Warum vorbei?
Vorbei und reines Nicht, vollkommnes Einerlei!
[…]
Und treibt sich doch im Kreis, als wenn es wäre.

Das rhythmische Pendel der Geschichte bleibt nicht am Nullpunkt stehen. Wo immer Machbarkeitswahn das lebendige Werden des Logos durch rigide Absichten ersetzt, wo immer anoxische Ängste zur Trockenlegung fremder Räume aufrufen und das eigene Unvermögen in moralischer Selbsterhöhung maskiert wird, formiert sich der Sumpf von neuem.

„Mut in der Partei – Die armen Schafe sagen zu ihrem Zugführer: »gehe nur immer voran, so wird es uns nie an Muth fehlen, dir zu folgen.« Der arme Zugführer aber denkt bei sich: «folgt mir nur immer nach, so wird es mir nie an Muth fehlen, euch zu führen.«“  3.

Mutlose stützen einen Mutlosen, auf dass er mutig genug werde, um sie von ihrer eigenen Mutlosigkeit zu erlösen – der zirkuläre Wahn einer Heilsillusion gegenseitiger parasitärer Mutgewinnung. Eigener Mut lässt sich ausschließlich aus Selbst-Zumutung schöpfen. Die Selbstbetroffenheit in der unbedingten (nicht kausal begründbaren) Anerkenntnis des eigenen Nichtwissens, Nichtkönnens und Nichthabens ist der Boden, auf dem sokratische Zuversicht gedeihen kann.  4.

Als die Herde der Mutlosen dem Mutlosesten unter ihnen die eigene schmerzliche Dornenkrone der Erkenntnis-Scham aufgesetzt hatten, war der neu erkorene „Heilsbringer“ als Idol maximal möglicher Unfähigkeit inthronisiert.
Ab 1933 goebbelte der mit der gleichnishaften Signatur des „Pferdefüßigen“: „Führer befiehl, wir folgen dir!“ und Millionen mutsaugender Vampire goebbelten in Heilsbekundungen mit.

Der faustisch-mephistophelische Moment: Anstelle von „Grüß Gott“ kehrte man dem Logos den Rücken zu und wählte „Heil Führer“ als Devise.
Die Weitergabe der Dornenkrone schmerzhafter Selbsterkenntnis sollte die anders Gearteten schmerzen. „Jedem das Seine!“ war die ultimative Abwehr jeglicher Selbstbetroffenheit.

Das System der Selbstbelügung drohte zu kollabieren, als die selbst erfüllende Prophezeiung (self fullfilling prophecy) vollendet war: Nach dem Tode des Opfers stirbt auch der Vampir.

Der Führer ist tot, es lebe der Führer! Ab dem 8. Mai 1945 erhielten die befreiten (freigelassenen) Selbstbelüger „Persilscheine“:
Die Entnazifizierung, das Zertifikat der Befreiung von der Last der Schuld: Die Befreiten mussten sich nicht selbst befreien, denn sie wurden freigelassen. Der eigenen Banalität des Bösen mussten die Mutlosen nicht in die Augen blicken. Die neuen, guten Führer waren die, die Schokolade verteilten.

„Gut deutsch sein heißt sich entdeutschen.
[…] Der also, welcher den Deutschen wohlwill, mag für seinen Teil zusehen, wie er immer mehr aus dem, was deutsch ist, hinauswachse. Die Wendung zum Undeutschen ist deshalb immer das Kennzeichen der Tüchtigen unseres Volkes gewesen. “  5.

So mahnte Friedrich Nietzsche, der große Geist der Negation unter den Philosophen. Versuche der kulturellen Verdünnung des Deutschtums (Richter und Henker) durch kulturverdrängende Renaturierungsmaßnahmen mittels ökologischer und ethnischer Flutung sind gewiss nicht das Kennzeichen der Tüchtigen unseres Volkes (Dichter und Denker).

Das Mahnmal der Scham war und ist nach wie vor unübersehbar 50 Millionen menschliche Leichen hoch. Man hatte den Berg der Leichen nach und nach zur Abwehr von Selbstbetroffenheit mit einem semantischen Realitätstunnel der kognitiven Dissonanzreduktion (Ignorieren, Verdrängen, Vergessen) untergraben:

  1. Konfrontation & Scham 1945/46: Schock der Niederlage, Konfrontation mit den Lagern, alliierte Umerziehung, Nürnberger Prozesse – „Wir bitten um Entschuldigung“ – Die Hoheit über die Vergebung liegt ganz beim Gegenüber. – Die gesenkten Häupter.
  2. Der bürokratische Akt ab 1947: Der „Persilschein“ (Entnazifizierungs-Fragebogen) ein formaler bürokratischer Akt möglicher Selbstbereinigung von Schuld – „Wir entschuldigen uns“ – Semantisch befreit sich das Subjekt selbst von der Schuld. – Die Stirn zeigenden Häupter.
  3. Selbstermächtigte Immunität ab 1949/50er: Kollektive Amnesie und Schuldabwehr. Man hat seine „Pflicht“ getan, das Land wieder aufgebaut. Jede weitere Kritik wird als Nestbeschmutzung abgewehrt. – „Wir haben uns doch entschuldigt!“ – Ein Akt der moralischen Erpressung. Das Opfer wird stigmatisiert, wenn es die Selbstentschuldigung nicht akzeptiert. – Die erhobenen Häupter.

Während im Westen die Integration der Alt-Nazis pragmatisch und stillschweigend – geradezu klammheimlich – geschah, wurde im Osten das „national“ vom „sozialistisch“ gestrichen. Die solidarische Schafherde intonierte, die Fahnen ihrer Ohnmacht schwingend, ab 1949/50 die Nationalhymne „Auferstanden aus Ruinen“. Die Heilsrufe galten dem Führer, der alsbald (1953) zur Hölle fuhr.

Der mephistophelische Geist der Negation spiegelt widersinnig – immerzu und zuverlässig auf zynische Weise mahnend – in kontrafaktischer Lesart die hässliche Fratze, die sich hinter menschlichen Beweggründen verbirgt oder verbergen könnte:

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
(Nizänisches Glaubensbekenntnis)

Die Anti-Logik (Anti-Logos) der Gegenläufigkeit beweggründiger „guter“ Absichten. Der Ausdruck „Alles fließt“ (altgr. πάντα ῥεῖ, sprich: pán-ta r-hei), der die Logos-Lehre des Heraklit charakterisiert, versumpft im faulen Kalkül der Kontrafaktizität einer Erzwingung dessen, was man gegenwärtig nicht kann, nicht weiß und nicht hat.

Ab 1952 erlangte Paul Celans erschütterndes Gedicht „Todesfuge“ Bekanntheit, das er 1944/45 im Sinnbild der rauchenden Öfen – „Grab in der Luft“ – als Mahnmal der Shoah niedergeschrieben hatte und auf Hinwirkung von Ingeborg Bachmann in Deutschland veröffentlichte und vortrug. Paul Celan blieb weitgehend ungehört, manche verlachten ihn, und manche verstiegen sich sogar zu Aussagen, die Intonation seines Vortrages ähnele dem Propagandastil Goebbels. Tonaufnahme

[…] der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau
er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
er hetzt seine Rüden auf uns er schenkt uns ein Grab in der Luft
er spielt mit den Schlangen und träumet der Tod ist ein Meister aus Deutschland
dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith

Der Tod ein Meister aus Deutschland? Derartige Anmahnungen von Betroffenheit wollte man nicht gerne hören, wo man sich doch in aller Form selbst entschuldigt hatte und es nun endlich wieder wirtschaftlich bergauf ging.
Die Redewendungen „Wir sind wieder da!“ oder „Wir sind wieder wer!“ nach dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 zeugen von der Entlastung vom Alpdruck der Schuldgefühle durch die wiedererrungene Siegesgewissheit.


FAZIT

„Wir haben aus unserer Geschichte gelernt“ heißt es inzwischen. Und gerade diese grammatikalische Perfekt-Form „Wir haben gelernt“ verweist auf das eigentliche Problem.

„Alles „es war“ wird wieder ein „es ist“. Allem Zukünftigen beißt das Vergangene in den Schwanz.“  7.

Friedrich Nietzsche bezog sich auf den Ouroboros, der mythischen Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt. Schlangen besitzen einen äußerst langsamen Stoffwechsel, ihre starken Magensäfte sind so zersetzend, dass sie ihre Beute mitsamt der Knochen in ihrem metabolischen Sumpf in nichts auflösen.

Ein biologisch präzises Sinnbild Nietzsches zur Verdeutlichung der fortwährenden Wiederholung des Gleichen:
Das „Wir haben“ verzehrt sich, in den eigenen Schwanz beißend, selbst – für die nächste Renaturierung und Trockenlegung in der „ewigen Wiederkunft des Gleichen“ aus den Abgründen der Absichten menschlicher Beweggründe.

Wie konnte es sein, dass der große Mephisto der Philosophie bei Hitler Anerkennung fand?
Der bösartigen Schwester Nietzsches 8., Elisabeth Förster-Nietzsche, überreichte Hitler, ihre Persönlichkeit würdigend, im Februar 1932 einen Rosenstrauß. Sie war verzückt und revanchierte sich ihrerseits, indem sie Hitler, dessen Persönlichkeit würdigend, den Spazierstock ihres verstorbenen Bruders schenkte – auf das er den Führer führe.
Nietzsches Schwester – Nachlassverwalterin und Werksfälscherin der Werke ihres Bruders – sowie ihr Ehemann Bernhard Förster waren fanatische Antisemiten, die in Paraguay „Nueva Germania“ gegründet hatten als südamerikanisches Reich reiner deutscher Rasse.

Nietzsches Gedankenwerk der Wiederholung des Gleichen in „Also sprach Zarathustra“ wurde 1934 im Grabgewölbe des Tannenberg-Denkmals neben Hitlers „Mein Kampf“ niedergelegt:

In der Mitte des Grabmals steht ein steinernes Kreuz. Das Kreuz ist umschlossen von 4 Dornenkronen mit insgesamt 8 Zacken, die wiederum kreisförmig ummauert sind von 8 Türmen. Bild
Die Zahl 88 steht im verbotenen Zahlencode für den achten Buchstaben des Alphabets (H), also „HH“ im Sinne von „Heil Hitler“.

Aber das ist vermutlich fauler zahlenmystischer Zauber, den nur jemand glauben kann, der denkt, dass Zufälle irgendeinen Wahrheitsgehalt haben könnten…  9.

Von daher wäre es wohl auch an den Haaren herbeigezogen, dem eine bildsymbolische Bedeutung beizumessen:

Wie dem auch sei: Die falsch verstandene Umwertung aller Werte entspricht der von Hannah Ahrendt beschriebenen Fuchsfalle, in die Heidegger sich als Gefangener seiner selbst begeben hatte:
Mephisto als „Führer des Führers“ ist der Reiseführer in eine Tragödie, der in seiner Eigenschaft als Geist der Negation ebenso verführerisch wie unverhohlen davor gewarnt hatte, ihn als Führer zu beauftragen.

ABSCHIED
Am Ende bin ich nun des Trauerspieles,
Das ich zuletzt mit Bangigkeit vollführt,
Nicht mehr vom Drange menschlichen Gewühles,
Nicht von der Macht der Dunkelheit gerührt.
Wer schildert gern den Wirrwar des Gefühles,
Wenn ihn der Weg zur Klarheit aufgeführt?
Und so geschlossen sei der Barbareien
Beschränkter Kreis mit seinen Zaubereien.  10.